Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.“

(Ludwig van Beethoven)

 

 

 

Der Musikunterricht  an unserem Gymnasium

 

 

Der neue Rahmenlehrplan (RLP) für das Land Brandenburg, ab dem Schuljahr 2008/2009 gültig für die Schülerinnen und Schüler, die in die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe eintreten, macht einen umfassenden Kompetenzerwerb zum Herzstück des Bildungsauftrags. Im Fach Musik sollen vor allem folgende Kompetenzbereiche entwickelt werden:

 

Wahrnehmen und Verstehen von Musik

Gestalten von Musik

Nachdenken über Musik.

 

 

Leistungsorientiert und human

Die meisten Kinder und Jugendlichen treten dem Fach Musik gegenüber mit konkreten und positiv gestimmten Erwartungshaltungen auf. Die Lehrenden bemühen sich daher besonders, diese Erwartungshaltungen mit den  Anforderungen des Rahmenlehrplans in Einklang zu bringen. Unser Gymnasium schafft vor allem durch den laufenden Ganztagsbetrieb günstige Rahmenbedingungen (Probe- und Aufführungsräume, Instrumentarium, Zeitbudget für Lehrende und Lernende).

 

Der enorme Einfluss von Musik auf die emotionale und intellektuelle Entwicklung eines heranwachsenden Jugendlichen ist unbestritten und wird mehr und mehr durch die moderne Hirnforschung und Lernpsychologie wissenschaftlich untermauert. Sehr lesenswerte Literatur hierzu ist das Buch von Robert Jourdain, Das wohltemperierte Gehirn, Spektrum Akademie Verlag, Heidelberg / Berlin 2001.  Vor allem das praktische Musizieren liefert einen Beitrag zur umfassenden Bildung eines Menschen. Das Musizieren und das Musikhören sind nämlich komplexe Denkleistungen, die eine hohe Dekodierungsleistung des Gehirns beanspruchen. Durch das gemeinsame Musizieren wird zudem effektives Lernen erlernt, d. h. mit jeder „Probenarbeit“ schulen die Lernenden ihre Methodenkompetenz. Die Lehrenden räumen den Lernenden die Möglichkeit ein, Fehler zu machen, die sie durch Proben im Verlauf des Arbeitsprozesses zu korrigieren versuchen. Aus pädagogischer Überzeugung und Erfahrung heraus, dass der Weg der methodischen Erarbeitung und das Aktivieren des individuellen Kreativitätspotentials höher anzusiedeln sind als ein vorläufiges Arbeitsprodukt, werden künstlerische Zwischenstadien akzeptiert und als solche reflektiert.

 

Die Zusammenarbeit mit anderen künstlerischen Fächern (Darstellendes Spiel, Kunst) hat sich stets als fruchtbar erwiesen und wird auch in Zukunft für den Musikunterricht nutzbar gemacht (z.B. Ausgestaltung des neuen Musikfachraums durch einen Kunst-Kurs; Kooperation von Musik und DS bei szenischen Aufführungen). Gleiches trifft für die Einbindung von außerschulischen Veranstaltungen in den Musikunterricht zu (Opern-, Konzertbesuche, Workshops). Im fortlaufenden Unterrichtsbetrieb gibt es viele übergreifende Schnittpunkte  zu anderen Fächern (Geschichte, Deutsch, Geografie, Latein, moderne Fremdsprachen, Physik, Biologie, Sport), die in die Lehrinhalte des Musikunterrichts entsprechenden Eingang gefunden haben.

Sozial engagiert und individuell stark

Das gemeinsame Musizieren liefert profunde Einsichten in die Regeln der Gruppen- bzw. Teamarbeit: Disziplin, Ausdauer, Konzentration und Herausbildung sozialer Reflexionsfähigkeit. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln auf diesem Weg ihre Sozialkompetenzen. Zudem wird durch das Training der Selbsteinschätzung, die individuelle Herausforderung, eigenen Emotionen beim Musizieren ihren Ausdruck zu verleihen, die Personalkompetenz gefördert. Die Methode „Lernen durch Lehren“, in welcher Schülerinnen und Schüler motiviert werden, Fertigkeiten und Kenntnisse an ihre Mitschüler weiterzugeben (z.B. elektronische Verarbeitung und Produktion von Musik) bereichert die Lernkultur unseres Gymnasiums. An unserer Schule gibt es bereits einen Gitarrenkurs, der von dem Schüler Patrice Studier (Stufe 10) durchgeführt und geleitet wird.

 

 

 

 

Hier kann nicht sein ein böser Mut, wo da singen Gesellen gut.“ (Martin Luther)

 

 

Weltoffen und regional integriert

Es liegt im ureigenen Wesen der Musik, dass sie überall in der Welt verstanden wird. Die Musik birgt großartige Potenzen der interkulturellen Verständigung in sich. Jeder Mensch, der eine elementare Musikerziehung genossen hat, wird überall auf der Welt mit Menschen jeglicher Herkunft in musikalische Kommunikation treten können. Je umfangreicher die Musikerziehung an unserem Gymnasium erfolgt, desto anspruchsvoller wird auch das Reservoir der musikalischen Zeichen und Verständigungsmittel unserer Schülerinnen und Schüler sein. Der bewusste Umgang mit der eigenen Kultur und die Toleranz gegenüber fremden Kulturen gehören dabei unbedingt zusammen. Die Aneignung der eigenen kulturellen Tradition liegt umso mehr in der Verantwortung der Lehrenden, je weniger diese sich in der allgemeinen kommerziellen Musik- und Medienwelt wieder finden lässt. Das Gymnasium arbeitet in Hinblick auf die regionale Integrierung des Musiklebens mit dem Kulturhaus Seelow und mit lokalen Musikschulen zusammen. Schülerinnen und Schüler, die aus anderen Ländern auf Dauer oder als Austauschschüler zu uns kommen, bereichern den Lernprozess, indem sie die Vielfalt und Unterschiedlichkeit musikalischer Äußerungen im Unterricht und zu schulischen Veranstaltungen deutlich machen (z.B. Erarbeitung fremden Liedguts). Die Schule ist eine Stätte der musikkulturellen Begegnung. Mit dem Angebot von Arbeitsgemeinschaften (Chor, Gitarre/Keyboard, Band) und der Durchführung von Musikabenden (Musikcafé) leistet das Fach Musik einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung des Schullebens.

 

 

Frau Breyer     Frau Díaz de Arce

 

 

 

 

 

 

Kontakt:          Angela.Breyer@gmx.de

 

 

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