Erklärung

Assemblage (franz. Zusammenfügung) Einbindung von dreidimensionalen Gegenständen in Bilder, welche dadurch Reliefcharakter erhalten. Weitere Varianten der Assemblage sind: die sogenannten Combiene-Paintings (Synthese vom gemaltem Bild und Materialmontage) und Faltenbilder.
 
Collage Auf Deutsch bezeichnet man es als Klebebild. Es besteht aus ganz oder teilweise aufgeklebten Materialien (Papier, Karton, Gewebe, Folien). Dabei kann es zeichnerisch oder malerisch überarbeitet sein.
Decollage Im Gegensatz zur Collage, bei der aufbauend gearbeitet wird, ist die Decollage ein Produkt aus Destruktionsprozessen, wie verwischen, verbrennen, ausradieren, übermalen von Gebrauchsgegenständen.
 
Frottage (franz. Durchreibetechnik) Ist ein grafisches Verfahren, dabei werden die Strukturen der Unterlage (z.B. Holzmaserung) z.B. durch Bleistiftschraffur aufs Papier oder eine Leinwand übertragen
Gerichtetheit Dabei beschreibt man die dominanten Richtungen, u.a. der Körperachsen, die Haltung oder Bewegungsrichtung.
Kontrapost Auf der Ponderation beruhende Körperhaltung mit einem Stand- und einem Spielbein. Auf dem Standbein ist die ganze Last aufgestützt, wobei das Spielbein frei beweglich ist. Mit diesem künstlerischen Gestaltungsmittel stellten die Griechen die Wechselwirkung von Ruhe und Bewegung dar.
Objekt Man spricht von einem Objekt, wenn ein Kunstwerk aus verschiedenen Materialien besteht, die miteinander kombiniert wurden. Dabei kann es sich um fabrikneue Alltagsgegenstände oder auch um Fundstücke handeln, z. B. Schrauben, Verpackungen, Draht, Schuhen, Brillen, Haarspangen, u.v.m.
Objet-trouvé (franz.: Fundstück) Bezeichnung für Fundstücke aus dem Alltag, die meist ohne Veränderung in ein Kunstwerk integriert werden und somit in einem anderen Zusammenhang erscheinen (z. B. Streichhölzer, Etiketten, Briefmarken, u.s.w.).
Plastik Der Begriff hat mehrere Bedeutungen, zum einen ist er Oberbegriff für die dreidimensionalen Kunstwerke. Zum anderen ist es die Bezeichnung für die additiv, aufbauend und modellierend erschaffene Kunstwerke, die meisten aus formbaren Werkstoffen, wie Ton, Wachs, Gips, u.s.w. bestehen. Dabei sind Korrekturen möglich. Zusätzlich gehören die gegossenen Kunstwerke, wie Bronzeguss, dazu.
Plinthe Das ist eine flache Platte unter der Plastik, welche meist aus dem selben Material gefertigt wird. Hauptsächlich hat sie die Funktion der Standfestigkeit.
Ponderation (lat. ponderare: abwägen) Bezeichnung des harmonischen Gleichgewichts bei der Verteilung der Körperlast. Sie ist eine Errungenschaft der klassischen griechischen Plastik.
Ready-Mades (engl. Fertigware) Dieser Begriff wurde von Marcel Duchamp geprägt, und ist die Bezeichnung für industriell hergestellte Gegenstände (bzw. Alltagsgegenstände), die ohne Veränderungen oder nur geringfügigen Änderungen aufgestellt und zum Kunstwerk erklärt werden.
 
Skulptur Lateinisch bedeutet es: schneiden, schnitzen, meißeln. Skulptur ist die Bezeichnung für substraktiv, wegnehmend oder abtragend gearbeitet Kunstwerke, die häufig aus Holz oder Stein bestehen. Aus diesem Grund sind Korrekturen nicht möglich.
Sockel Dieser diente ursprünglich als Schutz vor der Bodennässe. Heute hat er eine erhöhende Funktion.
Volumen Dabei unterscheidet man das Massevolumen, welches man materiell greifen kann, und das Raumvolumen, welches die Plastik umgibt.


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