Schulinterner Lehrplan - Französich
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Die inhaltlichen Themen und die dazugehörigen grammatischen Schwerpunkte entnehmen Sie bitte dem Word-Dokument.

Schullehrplan Französisch
Gymnasium Seelow
Schuljahr 2002/2003

Der nachfolgende Schullehrplan wurde in Vorbereitung des Schuljahres 2002/2003 von den Mitgliedern der Fachkonferenz Französisch Frau D. Kind (Vorsitz), Frau S. Kackert, Frau C. Wolf und Herrn Dr. J. Wichmann auf der Basis der verbindlichen neuen Rahmenpläne für das Fach Französisch entwickelt. Mit diesem Schullehrplan wurde versucht, die im Rahmenplan als verbindlich und offen vorgegebenen Aspekte mit dem vorhandenen Lehrmaterial (Découvertes), mit schul- und klassenstufenspezifischen Besonderheiten sowie auch mit den Vorstellungen und Erfahrungen der Lehrkräfte zu synthetisieren. Alle Mitglieder der Fachkonferenz Französisch des Gymnasiums Seelow sind der Auffassung, dass der nunmehr vorliegende Schullehrplan keine endgültige, sondern eine vorläufige Fassung darstellt, die der ständigen Modifizierung und Relativierung vor dem Hintergrund erreichter oder nicht erreichter bzw. nicht erreichbarer Arbeitsergebnisse bedarf.

Texte, Übungsmaterialien und die Grobplanung des Themas folgen weitgehend den Vorschlägen in "Découvertes", einem - wie alle Lehrkräfte übereinstimmend feststellen - inhaltlich wie didaktisch sehr nützlichem Lehrmaterial. Abweichungen davon unterliegen der pädagogischen Entscheidung der jeweiligen Lehrkraft auf der Grundlage spezifischer Lernbedingungen in der Gruppe oder infolge möglicher aktueller Ereignisse, die pädagogisch und sprachlich relevant sind.

Übergreifend zu den nachfolgend in der Tabelle aufgeführten Schwerpunkte gelten folgende Prämissen bzw. Prinzipien:

1. Ziele, Fähigkeiten und Fertigkeiten

Es ist unser Ziel, dass die Schülern am Ende der Sekundarstufe I über eine solide Grundbildung (erweiterte allgemeine Bildung) in der zweiten Fremdsprache "Französisch" verfügen, die ihnen die Kommunikation zu wichtigen Themenbereichen mit Menschen aus dem frankophonen Raum ermöglicht und ihnen zugleich als Instrument für das Erschließen und Verstehen der kulturellen und sozialen Besonderheiten dieses Sprachraums zu Verfügung steht.

Im Hinblick auf die Fähigkeiten und Fertigkeiten in den einzelnen kommunikativen Tätigkeiten (Hören, Lesen, Sprechen, Schreiben) ergeben sich jeweils für die Klassenstufen (6), 7, 8 sowie 9 und 10 folgende abgestufte Anforderungen:

Hören:

Klasse (6), 7, 8:
- Verstehen einfacher mündlicher Texte (Lehrer, Kassette, Video), Wiedergabe grundlegender Informationen, Entwicklung basaler Hörtechniken, Verstehen der Unterrichtsanweisungen

Klasse 9, 10:
- Verstehen umfangreicherer, auch authentischer Texte, Verstehen und Wiedergabe gehörter Sachverhalte und deren Interpretation und Wertung, Verstehen des wichtigsten Inhalts unbekannter Hörtexte (Kassette, Video), bewusstes Anwenden der Hörtechniken

Lesen:

Klasse (6), 7, 8:
- Grundlegende Lesekompetenz: Entwicklung des lauten Lesen (korrekte Phonetik und Intonation), vollständiges inhaltliches Erfassen einfacher Texte und deren strukturierte Nacherzählung, Erfassen des wesentlichen Inhalts längerer Texte und Wiedergabe des wesentlichen Inhalts;

Klasse 9, 10:
- Erweiterte Lesekompetenz: geringere Bedeutung des lauten Lesens; Lesen komplexerer Texte (Sachtexte, literarische Texte, fachsprachliche Texte); kursorisches Lesen mit Erfassen des wesentlichen Inhalts, selektives Lesen zum Auffinden bestimmter Informationen (Beantworten von Fragen zum Text); detailliertes Lesen für vollständige Sinnerfassung und Interpretation einzelner Aussagen; Strukturieren eines nichtstrukturierten Textes, Erarbeiten von Gliederungen für Textnacherzählungen bzw. Inhaltsangaben

Sprechen:

Klasse (6), 7, 8:
- phonetisch und intonatorisch korrektes Nachsprechen (Anfangsphase), zunehmend selbständige Artikulation immer umfangreicher werdender Aussagen; kurze Monologe und Dialoge in den einzelnen Themenbereichen, einfache Sachverhalte aus vertrautem Kontext darstellen und kurz begründen/werten, Gespräche initiieren, führen und beenden; Zusammenfassung kurzer Texte mit Stichworten;

Klasse 9, 10:
- umfangreichere Aussagen zu allen bisher relevanten Themenbereichen (monologisch und dialogisch), Meinungen, Absichten, Wertungen, Argumente in logischer und konsistenter Form, Zusammenfassung längerer Texte mit und ohne Stichworte, Entwicklung und Nutzung von Kompensationsstrategien bei Kommunikationsschwierigkeiten (Umschreiben, Synonyme, Antonyme, etc.); Wechsel von direkter und indirekter Rede.

Schreiben:

Klasse (6), 7, 8:
- Abschreiben von Sätzen/Texten zur Entwicklung der Orthographie (Anfangsphase); Verfassen kurzer Textpassagen zu den relevanten Themenbereichen; Schreiben/ Beantworten eines kurzen Briefes (allg. Befinden, Familie, Schule, Freizeit, Erlebnisse) unter Beachtung der Besonderheiten der Korrespondenz in Frankreich; erste Erfahrungen im Umgang mit Mitteln und Formen der Textkonstruktion; Aufschreiben mündlich vorgetragener Aussagen zum Bewusstmachen der Differenz zwischen Aussprache und Schreibung; Erlernen von Selbst- und Partnerkorrektur;

Klasse 9, 10:
- Verfassen umfangreicherer, orthographisch korrekter Texte (mit und ohne einspr.Wörterbuch) zu ausgewählten Themenbereichen (v.a. Biographie, Brief, Bericht zu Ferien/Freizeit) sowie Aussagen, Interpretationen und Wertungen (sachlich und emotional) zu gelesenen Texten; Verfassen eines einfachen literarischen Textes mit entsprechender Vorlage; Differenzierung von Textformen und Gestaltungsmitteln; Erkennen und Nutzen von Interferenzen zum Deutschen und Englischen; Perfektionierung der (Selbst-) Korrekturtechniken.

2. Arbeits- und Sozialformen

Arbeits- und Sozialformen stellen wichtige Elemente der Unterrichtsorganisation dar und dienen sowohl der Binnendifferenzierung als auch einer pädagogisch angemessenen Relationierung von Kooperation und Individualisierung. Frontalunterricht wird sinnvoll mit Phasen der Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit verbunden. Keine dieser Formen soll ein Übergewicht erlangen und keine soll vernachlässigt werden. Hinzu kommt jeweils in Abhängigkeit vom stofflich-inhaltlichen Angebot sowie von den Voraussetzungen in der Lerngruppe und der Schule auch die Gestaltung von Projekten. Projekte - aber nicht nur sie - erfüllen besonders den Anspruch eines fächerübergreifenden bzw. fächerverbindenden Unterrichts. Die im neuen Rahmenplan aufgeführten Argumente für unterschiedliche Arbeits- und Sozialformen sowie für Projektarbeit decken sich mit bislang bekannten Ideen und mit den praktischen Erfahrungen der Lehrkräfte.

Die einzelnen Arbeits- und Sozialformen sind nicht dezidiert bestimmten Themenbereichen bzw. Kommunikationssituationen zuzuordnen, sondern sie sind - mit gewissen Akzentuierungen - für alle Themenbereiche relevant und sind in allen Klassenstufen einsetzbar. Einzelarbeit erscheint günstig u.a. beim Erschließen von Texten, bei der mündlichen und schriftlichen Präsentation (Monolog, Referat); Partnerarbeit erscheint angebracht u.a. bei der Vorbereitung und Durchführung von Dialogen, bei der Diskussion zu Texten und (widersprüchlichen) Wertungen; Gruppenarbeit könnte dominieren u.a. beim Auswerten und Verfassen von Texten, beim Entwickeln von Anschauungsmaterialien (Plakate, Poster, Übersichten etc.).

Als Projekte sind intendiert:

Klassen (6), 7, 8.:
Französische Kolonien in Afrika (Kooperation der Fächer Geografie, Geschichte und Französisch); historische Entwicklung (Neo-) Kolonialismus, aktuelle Entwicklung und wirtschaftlich-soziale Probleme der postkolonialen Länder, Bruch und Kontinuität im Hinblick auf die kulturell-sprachlichen Hinterlassenschaften aus den "Mutterländern";

Klassen 9, 10:
Französische Kunst und Kultur (Kooperation mit den Fächern Deutsch / Literatur, Kunst und Musik; evtl. Theater-, Ausstellungs- oder Konzertbesuch (Hierbei handelt es sich zunächst wirklich nur um Projektintentionen, deren Realisierung von vielen Faktoren abhängig sein wird.)

3. Leistungsüberprüfung

Die Überprüfung der erreichten Ergebnisse ein wichtiges Element des Lernprozesses und sollte in unterschiedlichen Formen möglichst in jeder Unterrichtsstunde seinen Platz haben. Überprüfung und Bewertung verdeutlichen den Lernenden und den Lehrenden den Stand des fremdsprachlichen Wissens und Könnens, motivieren, mahnen und fixieren die Grundlage für die weitere Arbeit.

Die unterschiedlichen Formen der Leistungsüberprüfung und -bewertung sind nicht an einzelne Themen oder Arbeitsformen gebunden und finden in ihrer ganzen Breite in allen Klassenstufen Anwendung.

- Kontrolle und Bewertung mündlicher Leistungen bei einzelnen Schülern in jeder Stunde,
- regelmäßige schriftliche Kontrollen (Vokabular und Grammatik in kurzen Anwendungen /Transfers),
- Klassenarbeiten:

Klasse 6: 5 Arbeiten, je 1 Unterrichtsstunde
Klasse 7: 5 Arbeiten, je 1 Unterrichtsstunde
Klasse 8: 5 Arbeiten, je 1 Unterrichtsstunde
Klasse 9: 4 Arbeiten, davon eine zweistündige
Klasse 10: 4 Arbeiten, davon zwei zweistündige

Jeder Schüler erhält pro Schulhalbjahr mindestens zwei Zensuren für die Mitarbeit im Unterricht, in welcher v.a. die Aufmerksamkeit und Aktivität im Unterricht sowie die Qualität der häuslichen Vorbereitung ihren Niederschlag finden. In Einzelfällen können auch selbständig angefertigte schriftliche Hausaufgaben bewertet werden.

Bei der Ermittlung der Endzensur (Halbjahr und Endjahr) wird folgende Wichtung vorgenommen:
- alle Noten der Klassenarbeiten: 50%
- sonstigen mündliche und schriftliche Noten: 50%.

4. Nutzung von Material und Medien:

In allen Klassenstufen und zu allen Themenbereichen werden die zur Verfügung stehenden Materialien und Medien optimal zu nutzen versucht.

- Lehrbuch "Découvertes" mit dem entsprechenden cahier d'activité und dem grammatischen Beiheft,
- Anschauungsmaterialien, Applikationen, Wandkarten
- Hörkassetten bzw. CD zu "Découvertes",
- Videosequenzen (mit zunehmender Spieldauer bis zum Ende der Klasse 10)
- Folien,
- Texte, beginnend mit Überschriften und Kurzmeldungen, aus französischen Zeitungen, Zeitschriften bzw. aus écoute,
- Nutzung der im privaten Besitz der Lehrkräfte befindlichen Materialien und Gegenstände für die Anschauung und Motivierung,
- in Klassenstufe 9 und 10 gelegentliche Nutzung des Medienraums, um per Computer Informationen zu bestimmten Themen einzuholen (Paris, Auvergne etc.),


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