Geschichte über die Geografie


Die griechische Kultur bildete den stärksten geographischen Ansatz aus, der den führenden Rang der europäischen Geographie ermöglichte. Hekataios und besonders Herodot beschrieben und erklärten bereits erdräumliche Phänomene, z. b. in Ägypten. Eratosthenes und Ptolemäus betonten die kartographische Grundlegung der Geographie, während Strabo die Länderkunde ausbaute. Die Araber erhielten die griechische Tradition durch ihre Geographen und Reisenden (u. a. Ibn Battuta). In Europa weitete sich das Weltbild erst ab 12./13. Jahrhundert (z. B. durch Marco Polo) und besonders mit dem von Kolumbus eröffneten 1. Zeitalter der großen Entdeckungen. Kosmo-, Topo- und Kartographie erweiterten laufend das Weltbild. Bernhard Varenius und Egon Kaempfer, welche im 17. Jahrhundert lebten, Anton Friedrich Büsching, Johann Reinhold und Georg Forster im 18. Jahrhundert steigerten den Anspruch der Geographie als Wissenschaft. Alexander von Humboldt (Natur und Mensch in ihren räumlichen Verhältnissen) und C. Ritter (Wandlungen menschlicher Kultur in historischer Folge auf dem irdischen Relief [Historische Geographie des Menschen]) erhoben die klassische Geographie Deutschlands zur führenden Wissenschaft. Dieses Erbe wahrten in Deutschland besonders F. von Richthofen, A. Penck, A. Hettner, O. Schlüter, H. Lautensach und C. Troll. Seit 1968/69 sucht die Geographie in traditionellen und in Ansätzen moderner pluralistischer Vielfalt nach neuer Verwirklichung.

   
Ptolemäus

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