Inhalt des Stückes
zurück zur Startseite


Strukturanalyse von Diana Troschke
Zeile
Personen
Handlung
1-161
  • Antigone
  • Ismene
  • Chor
  • Antigone will ihren Bruder Polyneikes beerdigen
  • Kreon sprach öffentliches Verbot aus --> gegen eine Beerdigung; Antigone widersetzt sich
  • Ismene rät Antigone davon ab
  • Ismene hat keinen Mut sich Kreon zu widersetzen
162-222
  • Kreon
  • Chor
  • Kreons Rede
  • Eteokles wird ehrenvoll begraben, da er für die Stadt fiel
  • sein Bruder Polyneikes bekommt kein Grab; wird den Tieren zum Fraß vorgeworfen; darf nicht begraben werden
  • --> Volk soll darauf achten
223-332
  • Kreon
  • Der Wächter
  • Chor
  • Wächter berichtet Kreon, dass der tote Polyneikes begraben wurde
  • Wächter hat Angst vor Bestrafung von Kreon, da Kreon behauptet, dass der Wächter ihn begraben hat gegen einen guten Lohn
  • der wahre Täter muss gefunden werden
  • Vermutung des Chores: Wille der Götter
333-382
  • Chor
  • Macht & Möglichkeiten des Menschen
383-529
  • Wächter
  • Kreon
  • Chor
  • Antigone
  • Antigone gesteht die Tat; will dafür geradestehen
  • Begründung: „Götterwille steht über dem Gesetz des Königs“
  • Wächter bringt Antigone zu Kreon
  • Wächter ist froh, dass er seine Unschuld beweisen konnte
530-625
  • Kreon
  • Ismene
  • Antigone
  • Chor
  • Ismene und Antigone werden gefangen genommen
  • Ismene will mit Antigone sterben
  • --> Ismene bekennt sich mitschuldig, obwohl sie es nicht war
  • --> ihr Leben ist nichts Wert ohne die Schwester Antigone
  • Kreon will den Tod von Antigone; will sie nicht mehr als Schwiegertochter
626-760
  • Kreon
  • Hämon
  • Chor
  • Hämon zuerst Respekt vor Vater Kreon
  • Kreon begründet sein Urteil
  • Hämon will die Rettung von Antigone; versucht Kreon umzustimmen
  • Hämon erzählt vom Volk --> alle wollen Antigones Leben, da sie nur Gutes wollte
  • Kreon soll sein Urteil widerrufen; für Hämon wäre es keine Schande, sie leben zu lassen
  • Kreon bleibt stur, lässt sich nicht umstimmen; Hämon ist zu jung, um ihm etwas zu sagen
  • Hämon droht mit Selbstmord, wenn Antigone stirbt
761-798
  • Chor
  • Kreon
  • Antigone soll lebendig in eine Höhle eingemauert werden; bekommt einen Mundvorrat an Essen, sodass die Stadt Theben vom Zorn der Götter verschont bleibt
  • Ismene wird verschont
  • Chor singt vom Streit zwischen Vater und Sohn; und über die Liebe
799-869
  • Antigone
  • Chor
  • Antigone akzeptiert ihr Schicksal; fühlt sich weder im Leben noch im Tod wohl
  • Chor: Antigone hat richtig gehandelt, da sie den Verstorbenen ehrt
  • Antigone denkt an Familie-> Leid begann mit Mutter und Vater
  • Antigone denkt, dass niemand um sie trauern wird
870-959
  • Antigone
  • Chor
  • Kreon
  • Kreon befiehlt, Antigone allein in die Höhle einzusperren -> dort soll sie sterben
  • Antigone denkt, sie sieht nach dem Tod Mutter, Vater und Bruder wieder
  • Antigone trauert, da sie nicht heiraten durfte
  • Antigone fragt sich, welches Gebot der Götter sie missachtete
  • Antigone zeigt keine Einsicht, keine Reue; ist davon überzeugt, dass das Begraben richtig war --> Ehrung Polyneikes
  • Kreon bleibt stur
960-1119
  • Chor
  • Teresias
  • Kreon
  • Teresias will Kreon warnen; ihn zur Vernunft bringen
  • --> Streit; Kreon ist durch Teresias zum Thron gekommen
  • Kreon wirft ihm Geldsucht vor
  • Teresias prophezeit Kreon, dass er den Sohn verlieren wird, noch ehe die Götter versöhnt sind
  • Kreon will Rat vom Chor, was zu tun ist, um Hämons Tod zu vermeiden
  • --> Kreon soll nachgiebig sein; seine Meinung ändern
  • --> Kreon ändert seine Meinung, will Antigone befreien und Polyneikes bestatten
1120-1147
  • Chor
  • Bote
  • Hämon hat sich ermordet
1148-1225
  • Eurydike
  • Bote
  • Bote berichtet Eurydike, dass Antigone sich erhängt und Hämon sich erstochen hat
  • Hämon wollte erst Kreon töten, verfehlte ihn-> Selbstmord Hämons
  • Eurydike verlässt den Palast ohne Worte; ist geschockt
1226-1311
  • Kreon
  • Chor
  • Bote
  • Bote berichtet vom Selbstmord von Eurydike -> Kreon ist entsetzt und verwirrt
  • Kreon gibt den Thron ab, will fliehen
  • Kreon bekommt die Einsicht, dass die Macht der Götter stärker ist und man nicht dagegen ankommt
  • --> Einsicht kommt zu spät
Quelle: allgemein www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/del/7296.html

nach oben


Strukturanalyse von Christian Pasche
Auftritt Personen Handlung Probleme / Anmerkungen
1
5 – 7
Antigone, Ismene Antigone erzählt ihrer Schwester Ismene von dem Befehl, den König Kreon erlassen hat: Während ihr Bruder Eteokles (der als Held von Theben gefeiert wird) ein Begräbnis erhält, soll die Leiche ihres anderen Bruders Polyneikes den Tieren zum Fraß vorgeworfen werden (da er die Stadt angegriffen hatte). Wer zuwiderhandelt, wird gesteinigt. Antigone will Polyneikes dennoch bestatten. Ismene ist dagegen. Sie hält Antigone für töricht, sorgt sich aber um sie. Prolog
Polyneikes wollte den Thron von Theben, da er der ältere der beiden Brüder war. Antigone und Co. sind die Kinder Ödipus’.
Wird Polyneikes nicht bestattet, so wird seine Seele auf ewig umherwandern. Warum ist Kreon so hart?
Antigone hält die Bestattung für ihre Pflicht. Sie ist sogar bereit zu sterben. Hat Ismene nur Angst vor Kreons Autorität?
Frauenbild (Z.60-68), vgl. Iphigenie
Gewissenskonflikt („frommer Frevel“, Z.74)
2
8 – 9
Chor Der Chor dankt Helios und Zeus für die Rettung Thebens in der Schlacht der Sieben. Er besingt das Ende des Helden Eteokles im Kampf mit seinem Bruder Polyneikes. Parodos (Einzugslied)
Zeigt zeremoniellen Charakter
Eteokles ist der Held; Polyneikes der Feind der Stadt.
3
9 – 11
Kreon, Chor Kreon hat den Chor zusammengerufen, da dieser jedem König bisher treu ergeben zur Seite stand. Er begründet seine Anordnung damit, dass er „einen Feind des Landes nicht zum Freunde wählen“ wird (187/188). Der Chor bestätigt seine Anordnung. Kreon sagt, dass Polyneikes’ Leichnam bewacht wird. Chor als Stimme des einzelnen Bürgers/Zuschauers.
Polyneikes ist Staatsfeind. Kreon handelt daher, seiner Ansicht nach, aus Staatsraison.
Die allgemeine Meinung (=Chor) scheint Kreon recht zu geben.
4
11 – 14
Kreon, Wächter, Chor Ein Wächter berichtet zögerlich, dass ein Unbekannter Polyneikes bestattet (=geweiht) hat, ohne Spuren zu hinterlassen. Alle Wachen streiten die Täterschaft ab. Der Chor wendet ein, dass es ein Gott gewesen sein könnte. Kreon wird zornig. Es muss ein Mensch gewesen sein. Entweder der Wächter fasst den Täter, oder er wird gekreuzigt. Botenbericht zum Fortgang der Handlung
Kreon scheint sehr hart, vielleicht sogar ungerecht, zu sein (Z.324). Er scheint ein schlechtes Menschenbild zu haben (Bestechlichkeit).
Einwand des Chors deutet Konflikt an (gottgegebene Gesetze vs. königliche Gesetze).
5
14 – 15
Chor Der Mensch ist das höchste Geschöpf auf Erden. Er hat die Natur unterjocht. Nur den Tod kann er nicht bezwingen. Handlung gegen königliche Gebote ist Frevel. Stasimon (Standlied)
6
15 – 19
Wächter, Antigone, Kreon, Chor Antigone wird Kreon vorgeführt. Wächter betont seine Unschuld. Kreon ist zunächst ungläubig. Antigone hatte den Leichnam ein weiteres Mal geweiht. Sie gibt die Tat unumwunden zu. Sie will lieber Menschengesetz brechen, als die Götter zu erzürnen. Es obliegt den Göttern über die Toten zu befehlen, nicht dem König. Kreon sieht Antigones Rechtfertigung als Prahlerei. Er klagt auch Ismene an. Wollte Antigone gefasst werden? Sie sieht Tod als Erlösung.
Motiv (449ff.); Formulierung des Konflikts. Kreon dehnt seine Befugnisse bis auf das Totenreich aus. Dies steht ihm nicht zu.
Trennung von Humanität und politischen Einwänden (Z.522)
7
19 – 20
Antigone, Kreon, Ismene, Chor Ismene gibt ihre Mitschuld zu, Antigone streitet dies ab. Sie will nicht, dass Ismene sich opfert. Kreon hält beide für von Sinnen. Ihm ist es auch egal, dass er seinem Sohn Haimon die Braut raubt. Der Chor ist einverstanden. Kreon lässt sie einsperren. Ismene will mit ihrer Schwester sterben. Ist Antigone enttäuscht von der Wahl ihrer Schwester im Prolog?
Kreons geht Staatsraison sogar über das Wohl seines Sohnes.
Frauenbild (Z.577/578)
8
21 – 22
Chor, (Kreon) Er besingt den nie endenden Fluch auf Ödipus’ Geschlecht. Selbst Antigone unterliegt nun der Torheit. Stasimon
Kreons Verblendung wird angedeutet.
9
22 – 25
Kreon, Haimon, Chor Kreon hält Haimon einen Vortrag über den Gehorsam, den man dem König entgegenbringen muss. Haimon sagt, dass das Volk nicht mit seinem harten Urteil einverstanden ist, sich allerdings nicht traut dies auszusprechen. Er selbst zweifelt auch an Kreons Urteil und kritisiert seine Starrheit. Der Chor stimmt beiden zu. Kreon sträubt sich gegen diesen Ungehorsam seines Sohnes. Er will, dass sein Urteil so schnell wie möglich ausgeführt wird. Kreons Starrköpfigkeit wird ausgebaut. Er fordert strikten Gehorsam (aus Staatsraison).
Staats- und Souveränitätsbegriff (Z.729-733)
Haimon will nur Kreons Bestes, wird aber zurückgewiesen.
Haimon deutet seinen Selbstmord an.
Frauenbild (Z.673-675)
10
25 – 26
Kreon, Chor Chor ist besorgt um Haimon. Nach kurzem Bedenken lässt Kreon Ismene frei. Antigone aber soll lebendig begraben werden. Chor ist bestürzt.
Warum lenkt Kreon plötzlich ein wenig ein?
11
26
Chor Eros (Liebe) kann die Menschen verderben und Zwietracht sähen. Niemand kann ihm entrinnen. Stasimon
Liebe und sittliche Gebote sind als ewige Gesetze gleichberechtigt
12
27 – 29
Antigone, Chor Antigone klagt über ihr Schicksal, vergleicht sich mit Niobe. Sie wird als rastlose Seele umherwandern; dies wollte sie ihrem Bruder ersparen. Chor hat Mitleid, gibt Kreon trotzdem recht. Stasimon
Konflikt als mythisches Gleichnis
13
29 – 30
Antigone, Kreon, Chor Kreon treibt zur Eile an. Antigone spricht zu den Verstorbenen. Die Götter scheinen das Urteil akzeptiert zu haben. Sie wird abgeführt. Sind die Götter wirklich mit dem Urteil einverstanden?
14
31 – 32
Chor, (Kreon) Diverse Vergleiche mit der griechischen Mythologie Stasimon
15
32 – 34
Kreon, Teiresias, (Chor) Der blinde Seher Teiresias bringt schlechte Nachricht. Tiere haben die Altäre entweiht; die Götter nehmen keine Opfer mehr an. Kreon soll sein Urteil zurücknehmen. Kreon bleibt stur. Teiresias sagt den Tod eines Familienmitglieds voraus und geht. Kreon nimmt selbst vom weisen Seher keinen Rat mehr an. Gipfel der Sturheit. Er scheint niemandem mehr zu trauen.
Teiresias bezeichnet Kreon als Tor.
Die Götter widersprechen ihm scheinbar doch.
16
35
Kreon, Chor Chor bestätigt Teiresias’ Integrität; rät Kreon die Rücknahme seines Urteils. Kreon gibt endlich nach. Wendepunkt in Kreons Charakterentwicklung
17
35 – 36
Chor Chor ruft Dionysos um Hilfe. Stasimon
18
36 – 37
Chor, Bote Ein Bote kommt. Er kritisiert Kreons Verhalten, und verkündet, dass Haimon Selbstmord begangen hat.
19
37 – 38
Chor, Bote, Eurydike Bote erzählt alles: Haimon war bei der erhängten Antigone im Grab. Kreon redete geschockt auf Haimon ein. Haimon stieß sich daraufhin ein Schwert in die Brust. Eurydike wankt zurück ins Haus. Selbst im letzten Moment macht Kreon alles falsch.
Er hätte seinen Sohn noch retten können.
Warum reagiert Eurydike einigermaßen gefasst?
20
39
Chor, Bote Chor ist besorgt um Eurydike. Der Bote folgt ihr ins Haus. Begeht auch Eurydike Selbstmord?
21
39 – 40
Kreon, Chor Kreon sieht seine Schuld ein. Chor bedauert, dass diese Einsicht so lange gedauert hat.
22
40 – 42
Kreon, Chor, Bote Eurydike beging Selbstmord; sie machte Kreon verantwortlich. Kreon ist am Boden zerstört. Erneutes Schuldgeständnis. Moral. Exodos (Schlussgesang)
Wie wird es Kreon ergehen? Moral: Göttergesetz geht vor
Quelle: allgemein "Antigone" von Sophokles, Hamburger Lesehefte Verlag, Husum 2004
Anm.: Alle Zeilen-/Seitenangaben beziehen sich auf die Antigone-Ausgabe des Hamburger Lesehefte Verlags (ISBN 3-87291-180-5).

nach oben


Inhalt | Figuren | Biografie des Sophokles | Mythologischer Hintergrund
Dramentheorie | Aussage / Themen