Sirenen



Definition:

(Sirenenbildung, Sirenomelos, Symmelie, Sympodie, Sympus)
:diese Kinder sind nicht lebensfähig



Sirenenbildung

In der 3. Woche nach der Befruchtung verdickt sich das Mesenchym an beiden Seiten des Keimlingskörpers zur Extremitätenleiste. Während sich das MittelstÜck bald zurückbildet, verdicken sich die Enden zu den Extremitätenknospen. Die oberen Extremitätenknospen erscheinen etwa am 24. Tag, die unteren 2 Tage später. Aus den oberen Extremitätenknospen werden die Arme und aus den unteren die Beine. Kommt es in dieser sehr frühen Phase zu Störungen, kann es unter Umständen dazufÜhren, dass die unteren Gliedmaßen nicht ausdifferenziert werden, sondern miteinander verwachsen. Man spricht dann von Sympodie oder Sirenenbildung.

Ursachen für eine Sirenenbildung




Sirenen in der Mythologie

Sirenen (gr. Seirenes) galten in der griechischen Mythologie als dämonische Wesen, die als Totenseelen die Lebenden mit sich ziehen wollten. Sie galten als Töchter des Acheloos und der Muse Melpomene. Früher wurden sie als gewöhnlich große Vögel mit Frauenköpfen oder Jungfrauen mit Vogelfüßen auf Grabmälern dargestellt, erst in neuerer Zeit hielt man sie vielfach für nixenähnliche Mischwesen aus Mensch und Fisch. Sie hatten übermenschliches Wissen und die Gabe das Wetter zu ändern. Sie betörten durch ihren lieblichen Gesang die vorbeifahrenden Schiffer, die dadurch mit ihren Schiffen an den Klippen zerschellten. Das Ufer der Insel auf der sie lebten, waren mit Knochen ihrer Opfer übersäht. Am bekanntesten wurden sie durch Homers Odyssee. Odysseus wurde von Kirke gewarnt, dadurch konnte er rechtzeitig die Ohren seiner Gefährten mit Wachs verschließen. Er selbst ließ sie am Mastbaum festbinden. Nach späterer Version sollen sich die Sirenen daraufhin ins Meer gestürzt haben, da der vorbeifahrende Odysseus ihren Zauber gebrochen habe. Der andere Mythos über die Sirenen entstand erst einige Zeit später. Sie existierten in den Legenden der mediterranen, afrikanischen und südamerikanischen Völker und waren Fabelgestalten, deren kaudales Körperende durch einen Fischschwanz gebildet wurde, während der proximale Körperteil durch einen weiblichen, menschlichen Rumpf und Kopf dargestellt wurde. Vermutlich haben griechische Seeleute die SirenenIegende erfunden, welche auf die Dugongs zurückzuführen sind. Diese "Seekühe" hat es in der Antike an den Küsten des Roten Meeres und des Indischen Ozeans gegeben, so dass sie von griechischen, phönischen und ägyptischen Seefahrern beobachtet werden konnten. Sie sahen, wie sich die Dugongs ruhig mit fast eleganten Schwanzbewegungen durch das Wasser bewegten. Ihre Zitzen sitzen deutlich vorne am Oberkörper. Im Vergleich zu anderen Meeressäugern ist das ausgeprägte Ellbogengelenk deutlich armartig. Und wie eine Dugongmutter ihr saugendes Kind in den Arm nimmt und an die Brust drÜckt, rührte wohl auch schon die rauen Matrosen. Nach ihrer Heimkehr erzählten die Seefahrer von ihren Beobachtungen und die Sage von den Sirenen war geboren.